Gesamtschule ist keine Lösung - JU Haßloch

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„Die Einrichtung einer integrierten Gesamtschule ist nicht die Lösung der Probleme insbesondere im Hauptschulbereich.“ Dies stellten Sabine Kutschke und Markus Wolf, Kreisvorsitzende der Frauen Union und der Jungen Union als Ergebnis einer gemeinsamen Infoveranstaltung unter dem Titel „Gesamtschule – die Lösung für Hauptschulprobleme?“ fest. Unter diesem Titel hatten der Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (Zepf), Prof. Reinhold S. Jäger, der Büroleiter der hessischen Kultusministerin, Dr. Alexander Jehn und der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Max Laveuve mit den Anwesenden in Grünstadt diskutiert.

Aufgrund der Diskussion lehnen Frauen Union und Junge Union die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule im Landkreis Bad Dürkheim ab. Stattdessen sollten innovative neue Ideen entwickelt werden, die tatsächlich etwas für die Schüler erreichen. Denkbar wäre möglicherweise die zusätzlichen Finanzmittel, die für die Gesamtschule zur Verfügung zu stehen scheinen, für die Stärkung der Hauptschulen, Regional- und Realschulstandorte einzusetzen und diese damit zukunftsfähig zu machen.

In kurzen Eingangsstatements waren alle drei auf ihre Weise auf die Thematik Gesamtschule eingegangen. Prof. Jäger verdeutlichte, dass lediglich durch die Übernahme des Labels „Gesamtschule“ noch keine Probleme gelöst würden. Dr. Jehn verwies darauf, dass man in diesem Zusammenhang die Schulstrukturdebatte von der Qualitätsdebatte trennen müsse. Insgesamt verdeutlichte er, dass die integrierte Gesamtschule nicht die Antwort auf den demographischen Wandel sei. Hier seien andere Konzepte erforderlich. Max Laveuve ging insbesondere auf die in verschiedenen Studien nachgewiesenen schlechteren Leistungen der Gesamtschüler ein. Die Qualität der Schulbildung bleibe wie durch PISA, TIMMS und andere Studien bestätigt weit hinter den idealistischen Vorstellungen des Konzeptes zurück. Anhand mehrerer Grafiken einer seit 20 Jahren durchgeführten Studie verdeutlichte der Vertreter des hessischen Kultusministeriums die im Vergleich schlechteren Zahlen der Gesamtschulen. Gerade dieses schlechtere Abschneiden der Gesamtschulen beeindruckte die Zuhörer, sollte es doch letztlich bei jeder Änderung der Schullandschaft um eine Verbesserung für die Kinder gehen.

Alle drei verdeutlichten, dass über die zukünftige Ausgestaltung des Schulsystems nachgedacht werden müsse. Hier seien innovative Formen gefordert, insbesondere da durch den demographischen Wandel und das schlechte Image der Hauptschulen die Probleme offenkundig seien. Einig waren sich die Referenten jedoch mit der überwältigenden Mehrheit der Zuhörer, dass die Gesamtschule hierfür nicht das geeignete Instrument darstellt.