Wollen aufklären über Organspende: Die Initiative Ärzte im "Un-"Ruhestand mit Johannes Steiniger MdB (Mitte) und den Kreisvorsitzenden von JU und Senioren-Union
Wollen aufklären über Organspende: Die Initiative Ärzte im "Un-"Ruhestand mit Johannes Steiniger MdB (Mitte) und den Kreisvorsitzenden von JU und Senioren-Union
Rund 12.000 Menschen in Deutschland warten auf eine Organspende. Viele von ihnen vergeblich. Jeden Tag sterben im Durchschnitt drei Menschen, für die kein neues Spenderorgan gefunden werden konnte. Am Mittwoch, den 19. November 2014 haben daher die Kreisverbände der Jungen Union und der Senioren-Union in der CDU gemeinsam eine Informationsveranstaltung unter der Überschrift „Leben schenken – Aufklärung zum Thema Organspende“ im Kulturviereck Haßloch organisiert.

Bastian Busch, Kreisvorsitzender der Jungen Union, begründete zur Einleitung die Wahl dieses komplexen Thema für eine Bürgerinformation: „Die Differenz zwischen denen, die einer Organspende positiv gegenüberstehen, und denen, die wirklich einen Organspendeausweis besitzen, ist leider groß. Der Unsicherheit, die viele Menschen bei dem Gedanken einer Spende umtreibt, wollen wir heute begegnen.“

Im gut besetzten Saal informierten Dr. med. Rainer Roßkopf sowie Dr. med. Michael Morgenstern von der Initiative Ärzte im „Un“-Ruhestand über dieses vielschichtige Thema. Die Initiative ließ auch Betroffene in Filmen und persönlich vor Ort zu Wort kommen, die über ihre Erfahrungen beim und nach dem Übertragen eines menschlichen Organs intensiv und sensibel berichteten.

In einer lockeren Atmosphäre wurden die Gesprächsrunden unter der Moderation des Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger, stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags, geführt und es konnten alle auftretenden Fragen der Besucher beantwortet werden. Er konnte zufrieden feststellen: „Ich freue mich über das rege Interesse, das diese Initiative gefunden hat und über die fundierten und breit gefächerten Fragen, die wir hier so offen diskutieren.“ Keine Hoffnung wollte er den engagierten Streitern für eine Änderung der Rechtsgrundlage der Organspende in Deutschland machen: „Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis unsere Gesellschaft wirklich bereit ist für eine generelle Widerspruchslösung zur Organentnahme.“

Viele wichtige Themen konnten die Teilnehmer an diesem Abend beleuchten. Und so fasste nicht nur der Kreisvorsitzende der Senioren-Union Bad Dürkheim, Hubert Bohmüller, am Schluss zusammen: „Ich habe viel mitgenommen und werde mir überlegen, auch als ‚alter Hase‘ einen Organspendeausweis auszufüllen.“