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Im Rahmen seines im Sommer 2006 entwickelten ?Zukunftswerkstatt?-Konzeptes widmete sich der CDU-Ortsverband Lambrecht mit seiner Besichtigungstour am vergangenen Samstag den Möglichkeiten der zukünftigen Energieversorgung. Die Exkursion, an der auch die Junge Union teilnahm, begann mit der Besichtigung der Holzhackschnitzelheizung und des Gas-Blockheizkraftwerkes in der Grundschule Elmstein. Dort erläuterte der Leiter der Lindenberger Grundschule, Karl Breiner Funktionsweise und Konzept der beiden Anlagen.

Ausgangspunkt der Überlegungen zu deren Bau seien die hohen Energiekosten für das vielfältig genutzte Schulgebäude gewesen. Es habe sich schließlich gezeigt, dass die gekoppelte Energieversorgung mit Blockheizkraftwerk und Holzhackschnitzelheizung (HHS) die ideale Lösung darstellte und sich erhebliche Energie- und damit verbunden Kostensparungen erzielen lassen würden. Aus der Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2003 sei hervorgegangen, dass ein Großteil der durch Gasenergie erzeugten Wärme kostengünstiger durch HHS erzeugt werden sollte.

Während das Blockheizkraftwerk mit seinen 12,5 Kilowatt (KW)die Grundlast trage und neben Strom auch Wärme erzeuge, diene die HHS mit ihrer Leistung von 200 KW ausschließlich der Wärmeerzeugung. Diese verbrauche ausschließlich Holz aus der Region, die Belieferung mit dem Rohstoff verlaufe reibungslos. Der herkömmliche Gas-Kessel sei aber nicht völlig überflüssig. Dessen Leistung benötige man in den kalten Wintermonaten.

Profitiert habe man bei der Umsetzung des Vorhabens vom sog. Leader Plus-Programm der Europäischen Union, durch das die Hälfte der Anlage finanziert werden konnte. Zwischen Juli 2004 und August 2005 sei eine Gesamtenergieeinsparung von über 18.000 Euro erzielt worden. Im vergangen Jahr hätten sich die Einsparungen gar auf 36.000 Euro belaufen, trotz des Anstiegs des Holzpreises. Dieser sei jedoch immer noch günstiger als die Preise für Öl und Gas.

Auch ökologisch zahle sich die Anlage aus: Breiner verwies auf CO2-Einsparungen von 62,5%. Das Holz werde CO2-neutral verbrannt - bei der Verbrennung des Rohstoffs werde nicht mehr CO2 freigesetzt, als der Baum im Laufe seines Lebens aufgenommen habe. Insgesamt zeige sich, dass Wirtschaftlichkeit und Ökologie miteinander vereinbar seien. Im Falle der Grundschule Elmstein mache eine solche Anlage in jedem Falle Sinn.

Die Besucher nahmen die Informationen mit großem Interesse auf. Für Diskussionsstoff sorgte vor dem Hintergrund der nötigen Aufsicht und Wartung der Energieanlage besonders die Frage nach der Berechnung ihrer Wirtschaftlichkeit - angesichts knapper Kassen der Kommunen ein wichtiger Punkt.

Bei den Stadtwerken Lambrecht demonstrierte Direktor Bruno Limbeck das dortige Blockheizkraftwerk sowie die hauseigene Erdgastankstelle, mit der die beiden erdgasbetriebenen Kraftfahrzeuge der Stadtwerke betrieben werden. Anhand konkreter Beispiele zeigte Limbeck auch die energiewirtschaftlichen und ökologischen Vorteile gegenüber herkömmlich betriebenen Autos auf. Die Versorgung mit dem nötigen Kraftstoff sei für die Verbandsgemeinde jedoch nicht optimal, da sich die nächstgelegenen Erdgastankstellen in Neustadt und Kaiserlautern befänden.

Beim abschließenden gemeinsamen Imbiss nutzen die Unionsmitglieder noch reichlich die Gelegenheit, das Thema Energieversorgung zu vertiefen. CDU und JU erhielten im Rahmen der Informationstour eine Reihe interessanter Eindrücke, die als Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit energiepolitischen Fragen dienen werden.